DURCH DAS JAHR MIT CERISA

 

Januar/Februar Unsere Bäume brauchen wie wir auch Verschnaufpausen. Wir lassen sie ruhen und gönnen uns ein paar sonnige Skitage in den Bergen.

 

März Um schöne, grosse Kirschen zu erhalten, müssen unsere Bäume gut mit Nährstoffen versorgt sein. Der richtige Düngungszeitpunkt muss der Obstbauer im Gespür haben. Die ersten Massnahmen zum Schutze der Bäume vor Pilzkrankheiten müssen nun erfolgen.

 

April Je nach Jahr blühen die Kirschbäume in der zweiten Aprilhälfte und spätere Sorten Anfang Mai. Jetzt kommt es stark auf die Witterung an, wie unser Kirschenjahr aussehen wird. Kaltes und nasses Blühwetter fördert die Pilzkrankheiten und verhindert eine gute Befruchtung der Blüten durch die Bienen. Die Kirschenblüte erfriert bei minus 2,3 °C bereits. Frosttemperaturen über die Blüte ist deshalb das grösste Problem im Kirschenanbau.

 

Mai Aus den Blüten entwickeln sich rasch die jungen Früchte. Diese müssen nun gegen Insekten und Krankheiten geschützt werden. Damit sich die Kirschen schön entwickeln, werden die Bäume regelmässig mit Wasser versorgt. Es setzt nun auch ein natürlicher Fruchtfall ein. Nicht alle befruchteten Kirschen verbleiben am Baum. Oft scheint es, als falle die halbe Ernte noch herunter. Bei frisch gepflanzten Bäumen werden jetzt Formierarbeiten durchgeführt.

 

Juni/Juli Ca. ab Anfang Juni verfärben sich die ersten Kirschensorten von Gelb ins Rote. Höchste Zeit, um die Kirschen vor der Kirschenfliege zu schützen. Die Früchte werden jetzt jeden Tag grösser. Auch die Vögel haben diese bemerkt. Stare, Amseln und andere Vogelarten können grosse Schäden an den Kulturen anrichten. Sie picken einzelne Früchte an, ohne diese ganz zu fressen. Andere Früchte beginnen dadurch zu faulen. Die Kirschen müssen deshalb mit grossem Aufwand vor Vogelfrass geschützt werden. Sie brauchen aber nicht nur den Schutz vor Vögeln. Die prallen, knackigen Früchte platzen gerne auf, wenn Regenwasser im Stielbereich liegenbleibt oder wenn nicht bewässert wird, auch bei plötzlich nassem Boden. Das Foliendach wird geschlossen, um den Regen abzuhalten. Dadurch ist es möglich, Kirschen auch bei schlechtem Wetter zu ernten. Nur mit all diesen Massnahmen kann eine Qualität erreicht werden, wie sie die Cerisa-Kirschen aufweisen. Die Massnahmen haben aber auch ihren Preis. Rund 100’000 Franken kostet die Anlage, bis die Erträge einsetzen. Erst im 8. bis 9. Jahr sind die Investitionen, wenn alles gut geht, amortisiert. Wir können unsere begehrten Früchte nun also ernten.

 

August Die Wetterabdeckung wird sofort nach der Ernte entfernt. Um den Bäumen wieder neue Kraft zu geben, werden diese nach der Ernte geschnitten. Das verbleibende Holz kann bis zum Herbst neue Nährstoffreserven einlagern. Der Schnitt im Sommer lässt es weniger zu, dass Krankheiten über die Schnittstellen ins Holz eindringen, denn nur gesunde Bäume sind auch leistungsfähig.

 

September Wir schauen hin und wieder in die Anlage, mähen vor dem Winter das Gras noch einmal, um die Mäuse fernzuhalten. Ansonsten sind wir in den anderen Obstkulturen mit der Ernte beschäftigt.

 

November/Dezember Die Arbeiten in den Kirschen beschränken sich auf das Instandhalten des Baum- und Abdeckungsgerüstes.

 

Wir wünschen allen Freude an unseren knackigen, grossen und frischen
CERISA-Kirschen